LVM
Die wichtigsten Befehle zum Merken
pvs— Physical Volumes untersuchen.vgs— Volume Groups und nicht zugewiesenen Platz prüfen.lvs— Logical Volumes und Zuweisungstypen anzeigen.
Befehle und Optionen
| Befehl oder Option | Bedeutung |
|---|---|
sudo |
Lesende Berichte mit Gerätezugriffsrechten ausführen. |
-o |
Die durch Kommas getrennten Berichtsfelder auswählen. |
pv_name,vg_name,pv_size,pv_free |
Physisches Gerät, Gruppe, Größe und freie Zuweisungskapazität. |
vg_name,vg_size,vg_free |
Gruppe, Gesamtgröße und nicht zugewiesener Platz. |
lv_name,vg_name,lv_size,segtype |
Logisches Volume, Gruppe, logische Kapazität und Segmenttyp. |
pool_lv,data_percent,metadata_percent |
Zugehöriger Pool und anwendbare Nutzungsprozente. |
Größensuffixe zeigen LVM-Einheiten. Leere Prozentfelder bedeuten nicht automatisch null Belegung, sondern können für diese Zeile unzutreffend oder nicht verfügbar sein.
Die entscheidenden Konzepte
1. LVM ergänzt eine Abbildungsschicht
Der Logical Volume Manager liegt zwischen Speichergeräten und Verbrauchern wie Dateisystemen. Ein Physical Volume, kurz PV, ist ein für LVM vorbereitetes Blockgerät. Eine Volume Group, kurz VG, bündelt Kapazität aus einem oder mehreren PVs.
Ein Logical Volume, kurz LV, stellt daraus ein nutzbares Blockgerät bereit. Logische Aufteilung und physische Diskgrenzen können so auseinanderfallen. Kapazitäts- und Ausfalleigenschaften der Hardware verschwinden dadurch nicht.
2. Freier Gruppenplatz ist kein freier Dateisystemplatz
LVM weist Speicher in Einheiten namens Extents zu. Freie Extents einer Gruppe können logischen Volumes zugeteilt werden. Ein LV enthält möglicherweise ein Dateisystem mit eigenen belegten und freien Blöcken.
Ein größeres LV liefert zunächst ein größeres Blockgerät; das Dateisystem braucht gegebenenfalls eine separate unterstützte Vergrößerung. Verkleinern ist besonders sensibel: Das Dateisystem muss innerhalb des kleineren Geräts bleiben. LVM-Berichte allein zeigen keinen freien Verzeichnisplatz.
3. Thin Provisioning trennt sichtbare und belegte Kapazität
Ein Thin-LV kann mehr logische Kapazität zeigen, als physisch bereits belegt ist. Schreibvorgänge verbrauchen Platz aus einem gemeinsamen Thin-Pool. Dessen Metadaten verwalten die Zuordnungen.
Das erhöht Flexibilität, schafft aber ein gemeinsames Erschöpfungsrisiko. Überwache Daten- und Metadatennutzung statt nur der logischen LV-Größen. Mehrere Volumes können um denselben verbleibenden Poolplatz konkurrieren.
4. Snapshots und Redundanz lösen verschiedene Probleme
Ein LVM-Snapshot erhält eine Blockansicht eines Zeitpunkts. Er kann einen Backup-Ablauf unterstützen, hängt aber vom darunterliegenden Speicher und verfügbarer Kapazität ab. Anwendungskonsistenz kann vorherige Koordination erfordern.
Ein Snapshot auf demselben Speicher ist kein unabhängiges Backup. Auch mehrere Disks in einer VG schaffen allein keine Redundanz. Lineare, gestreifte, gespiegelte und RAID-Anordnungen unterscheiden sich beim Ausfall. Prüfe das wirkliche Layout.
Ein kleines Beispiel
Optional: Untersuche eine vorhandene Linux-LVM-Installation. Diese Berichte initialisieren keine Disks, verändern keine Größen und erstellen keine Snapshots.
sudo pvs -o pv_name,vg_name,pv_size,pv_free
sudo vgs -o vg_name,vg_size,vg_free
sudo lvs -o lv_name,vg_name,lv_size,segtype,pool_lv,data_percent,metadata_percent
Verfolge PV → VG → LV über vg_name. Vergleiche freien Gruppenplatz und LV-Größen, ohne sie mit freiem Dateisystemplatz gleichzusetzen. segtype beschreibt das Zuweisungslayout.
Bei Thin-Pools zählen beide Prozentsätze; hohe Metadatennutzung kann trotz niedriger Datennutzung kritisch sein. Ohne LVM sind leere Berichte möglich. Die Ansichten belegen Zuweisungsstruktur, nicht Dateisystemgesundheit, Anwendungskonsistenz oder getestete Backups. Aufräumen entfällt.
Merke dir: LVM bildet physische Kapazität auf logische Blockgeräte ab. Zuweisung, Dateisystemplatz und Datenschutz sind getrennte Schichten.