Metriken

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Die wichtigsten Befehle zum Merken

  • curl --fail — die Metrikausgabe eines vorhandenen Endpunkts abrufen.
  • promtool check metrics — Prometheus-Textformat und Lintbefunde prüfen.

Befehle und Optionen

Befehl oder Syntax Bedeutung
metrics_sample=$(mktemp) Private temporäre Datei erzeugen und Pfad speichern.
--fail --silent --show-error HTTP-Fehler ohne Fortschrittsanzeige melden.
--max-time 5 --output DATEI Höchstens fünf Sekunden übertragen und Inhalt speichern.
cat DATEI Die erfasste Probe anzeigen.
promtool check metrics < DATEI Format und Lintregeln über die Standardeingabe prüfen.
rm DATEI Die heruntergeladene Probe entfernen.

Anführungszeichen erhalten den Pfad. < ist Shell-Eingabeumleitung. Der Endpunkt liefert Eigeninstrumentierung des Servers, nicht sämtliche von ihm gesammelten Metriken.

Die entscheidenden Konzepte

1. Eine Metrik misst eine definierte Größe über Zeit

Eine Metrik erfasst eine numerische Beobachtung samt Name und Kontext. Wiederholte Proben bilden Zeitreihen für Verkehr, Latenz, Auslastung oder Fehler.

Einheit und Messpunkt zählen. Vom Proxy angenommene und von der Anwendung abgeschlossene Anfragen sind unterschiedliche Größen. Definiere die Zählung, bevor du daraus Gesundheit ableitest.

2. Counter, Gauge und Histogramm beantworten verschiedene Fragen

Ein Counter sammelt Ereignisse und kann bei Prozessneustart zurückgesetzt werden. Sein zeitlicher Zuwachs unterstützt Raten. Eine Gauge kann steigen oder fallen, etwa aktuelle Warteschlangenlänge.

Ein Histogramm beschreibt eine Beobachtungsverteilung, etwa Anfragedauern. Es kann langsame Randbereiche zeigen, die ein Mittelwert verbirgt. Ein einzelner Counterstand ist keine Rate pro Sekunde; mittlere Latenz beschreibt nicht die schlechteste Erfahrung.

3. Labels kennzeichnen getrennte Zeitreihen

Labels ergänzen Dimensionen wie Methode, Statusklasse oder Dienst. Jede Kombination erzeugt eine eigene Zeitreihe. Das ermöglicht Vergleiche und erhöht zugleich Speicher- und Abfrageaufwand.

Unbegrenzte Anfragekennungen oder beliebige Benutzereingaben können übermäßige Kardinalität erzeugen. Solche Details passen meist besser in Logs oder Traces. Wähle nützliche aggregierte Dimensionen mit begrenzten Kombinationen.

4. Sammlung und Interpretation sind getrennte Schritte

Ein Exporter stellt Werte bereit, das Monitoringsystem sammelt und speichert sie, Abfragen und Alarme interpretieren sie. Ein erreichbarer Endpunkt beweist nicht die Gesundheit aller folgenden Schritte.

Raten brauchen Zeitfenster und korrekte Resetbehandlung. Histogrammquantile sind Schätzungen mit formatabhängiger Auflösung. Fehlende Proben, wechselnde Labels und Neustarts beeinflussen die Deutung. Prüfe Semantik und Sammelhistorie vor einer Ursachenbehauptung.

Ein kleines Beispiel

Optional: Lade die Eigenmetriken des vorhandenen lokalen Servers. Führe Zeilen einzeln aus und prüfe erst nach erfolgreichem curl weiter. Das Beispiel startet nichts und ändert keine Scrape-Konfiguration.

metrics_sample=$(mktemp)
curl --fail --silent --show-error --max-time 5 --output "$metrics_sample" http://localhost:9090/metrics
cat "$metrics_sample"
promtool check metrics < "$metrics_sample"
rm "$metrics_sample"

Lies HELP und TYPE vor der Interpretation. Vergleiche Namen, Labels und Zahlenwert. Manche Familien bestehen aus mehreren zusammengehörigen Reihen.

Promtool meldet Format- oder Lintprobleme. Erfolg beweist weder richtige Einheiten noch korrekte Instrumentierung, Sammlung oder Alarme. Eine einzelne Datei zeigt keine Rate und keinen Trend. Der letzte Befehl entfernt sie. Bei Downloadfehler ist eine leere Datei kein Gesundheitsbeleg.

Merke dir: Metriken verdichten definierte Größen über Zeit. Typ, Einheit, Labels und Beobachtungsfenster bestimmen ihre Bedeutung.